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Tag der offenen Tür bei Schwarz-Gruppe:
Blick auf Logistik und Entsorgung Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums öffnen die Logistik- und Entsorgungsbetriebe der Schwarz-Gruppe in Göppingen-Holzheim am Sonntag, 13. Mai, von 13 bis 18 Uhr die Tore. Am 9. Februar 1912 hatten Johannes Schwarz, Georg Schwarz und Carl Friedrich Jäger den Fuhrbetrieb Friederike Wacklers in Göppingen erworben. Daraus ging im Lauf der Jahrzehnte die Schwarz-Gruppe hervor. Heute gehören die Unternehmen Wackler, Hänsel, ETG und Fetzer sowie MRG, PET Recycling und weitere Firmenbeteiligungen zur Gruppe, die von der vierten Familiengeneration geführt wird. Wer wissen will, was hinter diesen Namen steckt, kann am Muttertag beim Tag der offenen Tür die Betriebe in der Holzheimer Louis-Wackler-Straße besichtigen. Eine Autogrammstunde um 14 Uhr mit zwei Frisch Auf-Spielern, Essen und Trinken im Festzelt und anschauliche Führungen durch die Betriebe erwarten die Besucher: Vorbei an zehn Meter hohen Schrottgreifern und haufenweise altem Metall, Glas, Reifen und Chemikalien in der ETG sowie durch Wacklers riesige Warenlogistik-Hallen. Mitarbeiter führen zudem den Besuchern ihre Fahrzeuge vor: Zum Beispiel 26 Tonnen schwere, knallgrüne und hochmoderne Müllautos wie der Seitenlader, dessen Greifarm der Fahrer zum Leeren der Abfallbehälter per Joystick bewegt. Und Lkw-Fahrer zeigen die komfortablen Kabinen ihrer 40-Tonner. Kinder bekommen eigene Führungen, können sich schminken lassen und an verschiedenen Wettbewerben teilnehmen. Für Jugendliche gibt es außerdem Informationen zur Ausbildung in der Firmengruppe. www.schwarz-gruppe.net
Familienunternehmen ist sein mehr als 25 Jahren verlässlicher Partner.
Wer an der Werkseinweihung das Firmengelände von Allgaier besichtigt, dem fallen die mehr als 20 verschiedenen Abfallstationen auf. „Sollen Sie auch“, sagt Rudolf Bossek, Verkaufsleiter bei „DU: willkommen in der Umwelt“. Denn Mülltrennung und die fachgerechte Entsorgung des Abfalls sind für den Automobilzulieferer Teil eines perfekten Fertigungsprozesses. Wenn Werkzeuge, Fahrzeugkomponenten und Pressteile produziert werden, fällt natürlich Abfall an. „Und den recyceln wir oder führen ihn einer umweltgerechten Entsorgung zu“, sagt Bossek, dessen Unternehmen seit mehr als 25 Jahren die Wertstoff- und Abfallentsorgung bei Allgaier übernimmt. Deshalb seien die Abfallstationen dem Bedarf nach dezentral angeordnet. Somit erkenne jeder Mitarbeiter sofort, wohin er Kartonagen, Papier, Restmüll oder Kunststoffe nach Gebrauch hineinwerfen soll.
Sind die bis zu sieben Kubikmeter fassenden Behälter voll, werden sie von den Mitarbeitern des Entsorgungsbetriebes geleert. Bossek erklärt das Abfallkonzept: „Mehrmals in der Woche fahren unsere Lkws auf das Werksgelände.“ Die Fahrer prüfen, ob die Behälter voll sind. Je nach Abfallstation austauschen oder entleeren sie die gefüllten Container. „Wobei das Entleeren an Ort und Stelle nach dem Umleerverfahren die ökologisch und ökonomisch sinnvoller Variante ist“, wie Bossek verdeutlicht. Wird ein Behälter etwa mit Altpapier geleert, vermeidet der Entsorger die unrentable zweite Anfahrt, die nötig ist, wenn die Fahrer die vollen Container aufladen und mit nach Holzheim nehmen müssen. Wo sie am Firmensitz entladen und leer wieder nach Uhingen oder Göppingen transportiert werden, um erneut Abfälle aufzunehmen. „Wir bei DU: sind sehr darauf bedacht, die Umwelt zu entlasten“, sagt Bossek.
Die meisten Menschen aus dem Landkreis Göppingen kennen das mittelständische Familienunternehmen der Schwarzgruppe. Denn DU: entsorgt seit Jahrzehnten in vielen Gemeinden des Kreises den Hausmüll und hat im Sommer 2011 erneut den Zuschlag für weitere acht Jahre Abfallentsorgung erhalten. Ab Januar 2012 rollen die grünen DU:-Laster mit dem kleinen Indianer im Firmenlogo dann durch den gesamten Kreis Göppingen, um den Hausmüll abzuholen.
Bekannt ist DU: auch durch seinen Betriebshof am Firmensitz in Holzheim. „Zu uns bringen viele Bürger ihre recyclebaren Wertstoffe und andere Abfälle“, erklärt Bossek. Von Altbatterien über Bauschutt, Holzlatten, Metalle bis hin zu Glas oder ausgedienten Elektrogeräten und Schrott, sämtliche Abfallarten nehmen die DU:-Mitarbeiter wochentäglich von 7 bis 17 Uhr und samstags von 9 bis 13 Uhr entgegen.
www.du-willkommen.de
Wer ist DU: willkommen in der Umwelt?
Unter der Dachmarke „DU: willkommen in der Umwelt“ firmieren die Unternehmen Entsorgung und Transport GmbH (ETG), PET-Recycling, Metallrecycling (MRG) und Fetzer Papier Recycling.
Zitat als Gestaltungselement:
„Wir bei DU: sind sehr darauf bedacht, die Umwelt zu entlasten“
Für den Holzheimer Entsorger DU: willkommen in der Umwelt war 2011 bestimmt von den Vorbereitungen für die Hausmüllentsorgung. Bis Ende des ersten Quartals 2012 soll die Umstellung abgeschlossen sein. Reklamationen liegen im Promillebereich. Umsatz 2011 stieg auf 40 Millionen Euro an und 13 zusätzliche Fachkräfte wurden eingestellt.
„Wie läuft die Umstellung bei der Hausmüllentsorgung und wie schnell bekommen wir mögliche Probleme in den Griff“, das war laut Beate Schwarz, Geschäftsführerin der Firmengruppe DU: willkommen in der Umwelt, das bestimmende Thema zum Jahreswechsel beim Holzheimer Entsorger. Seit 1. Januar ist das Familienunternehmen, zu dem die Firmen ETG, Entsorgung und Transport, PET-Recycling, Metallrecycling (MRG), Fetzer Rohstoff Recycling und R&S Vertriebs-Kontor gehören, für die Abholung des Hausmülls im gesamten Landkreis Göppingen zuständig.
Weil sich Abholtermine verschoben haben, Routen optimiert wurden und die Bewohner einiger Städte und Gemeinden sich an einen neuen Dienstleister gewöhnen mussten, rechnete DU:-Betriebsleiter Rainer Mettmann mit Reklamationen. „In den ersten Januartagen war es schlimm“, sagt der 59-Jährige, der seit 27 Jahren beim Entsorger arbeitet. Bis zu 50 Anrufe pro Tag hielten die DU:-Mitarbeiter auf Trapp. Beschädigte oder nicht geleerte Tonnen waren die Hauptgründe der Beschwerden, die zum Großteil aus dem hinzugewonnen Abholgebiet eintrafen. Inzwischen habe sich die Quote mehr als halbiert. „Bis Ende März hoffen wir auch diese Kunden zufriedenstellen zu können“, gibt sich Schwarz optimistisch.
Dass bei rund 10.000 Leerungen täglich nicht alles vom Start weg reibungslos klappt, war dem Entsorger klar, der für den kommunalen Hausmüllauftrag 13 zusätzlich Fachkräfte einstellte und 17 Seiten- und Hecklader-Lkws kaufte. „Für uns ärgerlich sind vor allem mit Pkws blockierte Einfahrtstraßen, vollgestopfte, teils eingefrorene Tonnen sowie Abfallbehälter, die nicht ab morgens sechs Uhr am Straßenrad zur Leerung bereit stehen“, verdeutlicht Mettmann. Doch es werde besser: Nach der dritten Abholung stelle sich Routine ein. Inzwischen hätte sich die Dauer der Touren um eine Stunde reduziert. Unterm Strich ist Schwarz mit dem Verlauf zufrieden. Durch den Gewinn der Ausschreibung holt DU: in den kommenden acht Jahren den Hausmüll im gesamten Landkreis ab, statt wie bisher nur bei knapp 60 Prozent der 110.000 Haushalte.
Die anderen Geschäftsfelder der Firmengruppe arbeiteten 2011 solide und geräuscharm. Weil die Rohstoffpreise erneut anzogen wuchs der Gesamtumsatz des Entsorgers im vergangenen Jahr auf 40 Millionen Euro an (Vorjahr 35 Millionen Euro). Die Zahl der Beschäftigten kletterte um zwanzig auf nunmehr 180. Zusätzliche Jobs sind durch die neu gegründete Firma R&S Vertriebs-Kontor, die Streusalz verpackt und verkauft, entstanden sowie durch den Hausmüllvertrag. In diesem Zusammenhang stellt Schwarz klar: „Der Einsatz der Seitenlader-Lkw schafft qualifizierte Arbeitsplätze, die körperlich weniger belasten, weil das Bewegen der Abfalltonnen per Roboterarm geschehe“, so die Chefin.
DU: investiert nicht nur in Menschen, sondern auch in Technik. Für zwei je 100 Kubikmeter fassende Silos an der PET-Recycling-Anlage, eine neue Aktenvernichtungsanlage bei Fetzer Rohstoff Recycling, beide in Eislingen, sowie die erwähnten 17 Lkws nimmt die Gruppe in 2012 in Summe 2,5 Millionen Euro in die Hand. Parallel laufen Überlegungen, ob in eine Anlage investiert werden soll, die aus Etiketten-Schlamm und Gerstenspelz Biokohle herstellt. Bereits 2011 nahm die Schwarzgruppe, zu der DU: gehört, ein 12.000 Quadratmeter großes Solarkraftwerk in Betrieb, das jährlich 600.000 Kilowattstunden Sonnenstrom liefert. Effizientes Energiemanagement ist für DU: ein Baustein in der Unternehmenspolitik: So wird künftig die Abwärme der PET-Anlage über Wärmetauscher als Energie zurückgewonnen und in den Arbeitsprozess zurückgeführt. Als weiteres Nebenprodukt speist die Anlage kondensiertes Wasser in den Wasserkreislauf ein. www.du-willkommen.de
Am 9. Februar 1912 erwarben Johannes Schwarz, Georg Schwarz und Carl Friedrich Jäger den Fuhrbetrieb der Friederike Wackler in Göppingen. Daraus ging im Lauf der weiteren Entwicklung die Schwarz-Gruppe hervor. Dazu gehören heute die Unternehmen Wackler, Hänsel, ETG und Fetzer sowie MRG, PET Recycling und weitere Firmenbeteiligungen, die von der vierten Familiengeneration geführt werden. Dieses Jubiläum wird im Rahmen einer Veranstaltung mit geladenen Gästen am 10. Februar 2012 im Göppinger Rathaus gefeiert. Detaillierte Informationen zu den 100 Jahren Familiengeschichte gibt es in Form einer Ausstellung vom 11. Februar bis 1. März 2012 im Göppinger Rathaus zu sehen. Dokumentiert sind diese 100 Jahre „schwarz auf weiß“ in einem Buch, das es im Rahmen der Veranstaltungen und bei Buchhandlung Herwig zu erwerben gibt. Für die Öffentlichkeit findet am 13. Mai 2012 auf dem Firmengelände in Holzheim ein Tag der offenen Tür statt.


Bildungspartnerschaft zwischen Unternehmen und Schule gibt Kindern berufliche Orientierung
Recycling, Logistik, Warenverkehr – diese Begriffe haben sich für 150 Göppinger Realschüler mit Leben gefüllt. Denn für zwei siebte und drei achte Klassen der Uhland-Realschule fanden im Rahmen ihrer Projektwoche im April Besichtigungen in den Betrieben der Schwarz-Gruppe statt.
An fünf Tagen kamen die Schüler mit einem Fragebogen in das Speditions- und Logistikunternehmen Wackler sowie in die Recyclingfirmen von „DU: willkommen in der Umwelt“ ETG und PET. Die Lehrer testen daraufhin das erworbene Wissen ihrer Schüler im Unterricht. „Ich hatte keine Ahnung, wie viel in einer Spedition los ist. Das ist echt spannend zu sehen“, sagt der 13-jährige Laurin aus der Klasse 7b. Einige seiner Kameraden durften bei Wackler im Hochregalstapler mitfahren, deren Fahrer die angelieferten Waren palettenweise im 15 Meter emporragenden Hochregallager einsortieren. Die Lehrerin einer achten Klasse, Katja Geiger, war selbst neugierig zu sehen, was in den Hallen genau geschieht: „Ich bin früher jeden Tag hier vorbeigefahren und fand die Führung deshalb sehr interessant.“ Auch in den Recyclingbetrieben erfuhren die Siebt- und Achtklässler Neues über die Hintergründe der Wiederverwertung von Abfall: Wie aus altem Glas Neues gemacht wird und aus recycelten Plastikflaschen T-Shirts, Parkbänke und vieles mehr hergestellt werden.
„Uns ist es wichtig, den Kindern Berufswelten zu zeigen, von denen man nichts im Fernsehen hört und sieht – wie die eines Logistik- oder Entsorgungsbetriebes“, sagt Gabi Schwarz, Bildungsbeauftragte in der Schwarz-Gruppe, zu der Wackler und die Recycling-Firmengruppe „DU:“ gehören. Mit der Bildungspartnerschaft wollen die Unternehmen nicht zuletzt potenziellen Nachwuchs auf sich aufmerksam machen, um dem drohenden Fachkräftemangel entgegenzusteuern. Und die Schüler erlangen in diesem Rahmen schon in jungen Jahren Einblick in die Vielfalt der Berufe. Außerdem sind Übungen zu Bewerbungsgesprächen und Erfahrungsberichte von Auszubildenden Bestandteile der Partnerschaft. „Die Schüler haben kaum eine Vorstellung davon, wo sie ihre Talente in der komplexen Arbeitswelt einsetzen können“, sagt EWG-Lehrer Rainer Weitzmann. „Deshalb ist es entscheidend, dass sie schon früh Ideen für ihre Zukunft entwickeln und nicht erst, wenn der Schulabschluss naht.“ In Diskussionen nach den Besichtigungen haben zudem viele Schüler überrascht erfahren, dass sie sich bereits ein Jahr vor Ausbildungsbeginn bei Betrieben bewerben müssen.
Beate Schwarz schwört auf Persönlichkeitstests...lesen Sie mehr in der Stuttgarter Zeitung 22.01.2011!
Auch in diesem Jahr war Firat Arslan als Schirmherr wieder bei der Aktion "Mitmachen Ehrensache" dabei und legte selbst für ein paar Stunden Hand an!
Am 12. November fand der erste Unternehmerinnenkongress im Landkreis Göppingen statt. Schauplatz der Veranstaltung mit dem Titel "Frauen führen Unternehmen" war das Businesshaus im Stauferpark. Die Schirmherrschaft übernahmen Landrat Edgar Wolff und die geschäftsführende Gesellschafterin Frau Beate Schwarz.
Erstes E-Auto in Göppingen
Entsorgungsfirma DU: setzt auf Elektromobil und dezentrale Energiegewinnung
Die Zukunft braust durch Holzheim. Am Steuer sitzt Beate Schwarz. Die Chefin der Entsorgungsfirma DU: fährt den ersten E-Car im Landkreis Göppingen, der die Bezeichnung „Auto“ verdient und nicht an einen Kabinenroller aus den 50-er Jahren erinnert.
Düst Beate Schwarz mit dem grünen Elektromobil Modell „Zero“ in die Stadt, „staunen die Leute und zeigen mit Fingern auf den Flitzer“, wie die Unternehmerin berichtet. Als Besitzerin des 2,88 Meter kurzen aber flotten Flitzers, drückt die Geschäftsführerin des regionalen Entsorgers gerne auf die Tube: Der Zero startet fast lautlos durch und lässt, wenn er in fünf Sekunden von 0 auf 50 Stundenkilometer spurtet, manchen Benziner und Diesel an der Ampel stehen. Es ist eine Mischung aus Gokart und Käfer fahren beschreibt die 44-Jährige das Gefühl, wenn sie hinter dem handlichen Sportlenkrad des mit 15 Kilowatt angetriebenen E-Mobiles sitzt.
Gebaut wird der mit Lithium-Ionen-Akku ausgerüstete Kugelblitz im italienischen Imola, bekannt durch unzählige Formel 1-Rennen. Sein Hersteller heißt Tazzari. Nach dem Grund gefragt, warum sie sich das nicht ganz billige Fahrzeug anschafft, sagt Beate Schwarz: „Wir wollten nicht warten, bis irgendwann der erste Elektro-Smart auf den Markt kommt, sondern heute zeigen, dass E-Mobilität geht.“
Den Zero versteht die Chefin als ein richtungsweisendes Signal. Nicht erst mit der neuen Dachmarke „DU: willkommen in der Umwelt“ hinter der die Schwarz-Gruppe mit den Betrieben ETG, Fetzer, MRG und PET-Recycling steckt, will Beate Schwarz neue Märkte erschließen. Dabei setzt sie auf neue Produkte und dezentrale Energiegewinnung. Derzeit läuft eine Ausschreibung wonach möglichst viel der rund zehn Hektar Dachflächen der Schwarz-Gruppe – zu der auch die Spedition Wackler gehört – mit Solarkraftwerken ausgestattet werden sollen. Liegen demnächst Angebote vor, könnten bereits bis Jahresende an den Standorten Holzheim, Uhingen und Dresden die ersten Sonnenmodule montiert sein.
Schwarz setzt auf den Trend regionaler Energieversorgung und erklärt am Beispiel des E-Cars wie Bürger beim Autofahren Geld verdienen können. Das von der Bundesregierung zum 1. Juli modifizierte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sieht vor, dass Strom, der selbst produziert wird - etwa mittels Solarzellen auf dem Hausdach - und der Eigennutzung dient, eine staatliche Förderung erhält: Acht Cent pro Kilowattstunde, wenn die Voraussetzungen des EEGs erfüllt sind. Garantiert auf 20 Jahre. „Wer sich ein E-Mobil kauft und mit Strom von der Solaranlage auf dem Carport speist, bekommt also Bares“, erklärt die Chefin des Umweltunternehmens die Verdienstmöglichkeiten.
Auf Nachfrage beim Landratsamt ist der Zero zwar nicht das erste elektrisch angetriebene Fahrzeug im Kreis, aber das erste Serienfahrzeug. 25 E-Mobile sind per 20. Juli 2010 angemeldet, darunter dreirädrige Einsitzer, schwere Zugmaschinen, die über Werksgelände rollen, oder umgebaute Renaults und Peugeots. Aber wie sexy die Zukunft des E-Antriebs sein kann, verdeutlicht keiner so gut wie der knuffige Zero. Deshalb sollen möglichst viele Menschen ihn testen. Wer das will, kann ihn gegen eine Aufwandspauschale mieten. Einfach bei DU anrufen 07161 99910-0 und reservieren. www.du-willkommen.de
Technische Daten
Asynchroner Drehstrommotor 15 kW
(20 PS), 150 Nm Drehmoment, Heckantrieb, Lithium-Ionen-Akku,
Ladezeit neun Stunden, Reichweite 140 km, Gewicht 542 kg,
Aluminium-Rahmen, Höchstgeschwindigkeit 100 km/h, Preis: 23.990
Euro (laut Händler), Verbrauchskosten pro 100 km 2,30 Euro.
Von Logistik bis Entsorgung viele ökonomisch-ökologische Synergien
Wenn Handball-Erstligist Frisch Auf! in der Göppinger EWS-Arena um den Einzug in die Champions League kämpft, begegnen sich nicht nur auf dem Feld starke Partner. Auch Kunden von Wackler und Entsorger DU: treffen beim dem Sportevent aufeinander und kommen so oft ins Gespräch.
Denn die Geschäftsführer der beiden Firmen Beate Schwarz, von ETG unter der Dachmarke DU: und Oliver Schwarz von der Spedition Wackler sitzen nicht nur beim Handball in einem Block. Im Ortsteil Holzheim sind Cousine und Cousin mit ihren Firmen nur einen Steinwurf voneinander entfernt. Der Grund liegt darin, dass die ETG 1983 durch eine Abspaltung des Wertstoff- und Mülltransports aus dem Logistikdienstleister entstand, um eine klare Trennung zwischen Entsorgungs- und Transport-/Lagerlogistik zu definieren.
Heute sind die Synergien quer durch die Schwarz-Gruppe auf fast allen Feldern greifbar: Zum Beispiel in der gemeinsam genutzten, zertifizierten Kfz-Werkstatt, wo auch die 45 Lkw der DU:-Gruppe gewartet werden. Im Gegenzug entsorgt die ETG alte Reifen, ausgewechselte Bremsflüssigkeit oder Altbatterien.
Einfacher ist es bei den anfallenden Verpackungsmaterialien der Spedition Wackler wie Palettenholz, Folien, Styropor oder Kartonagen. Beim Transport allgegenwärtig sind sie doch nach Gebrauch ziemlich lästig.
Umso mehr empfinden Wackler-Kunden es als Service, dass der Logistiker auch die Entsorgung abnehmen kann. Beate Schwarz ergänzt: „Für uns ist das eine gute Chance, dass uns der Wackler-Kunde als Entsorger wahrnimmt.“ Dreimal kam DU: allein 2009 so zu interessanten Neukunden.
Wer das Duo kennt, weiß, dass die beiden in einer gesunden Rivalität denken und handeln. Für Wackler revanchiert sich Schwarz, indem sie zu Aufträgen verhilft, die sie durch ihre Kontakte und Gespräche im regionalen Markt dem Stammhaus vermittelt. Dazu zählen die tonnenschweren PET-Ballen, die sie bei mehreren Mineralbrunnen im Südwesten kauft und von Wackler in ihre Recyclinganlage in Eislingen speditieren lässt.
Apropos Mineralbrunnen: Bei der MinAG in Bad Überkingen und deren Standorten sowie beim Göppinger Pressenbauer Schuler und dessen bundesweiten Niederlassungen tritt das Tandem Wackler und DU: als Generalpartner auf. Und während der Logistiker die fernen Schuler-Standorte über seine CargoLine-Partner bedient, liefert DU: dort diesen Service über zertifizierte Dritte, so dass beide Kunden im wahrsten Sinne des Wortes Service aus einer Hand bekommen. Damit sind diese Firmen geeignete Referenzen, um mit weiteren Global Players ins Geschäft zu kommen.
Wo Wackler 1969 mit 3 Müllfahrzeugen begann, ist mit der Dachmarke DU: längst ein Hightech-Markt entstanden, der immer neue Geschäftsprozesse erfasst und fließende Übergänge schafft. So denkt Beate Strenkert aktuell darüber nach, die PET-Anlage mit selbst erzeugtem Strom zu betreiben. Das würde ihre Stromrechnung um jährlich 40.000 Euro reduzieren. In der Überlegung sind Müllverbrennung, Holzvergasung, Photovoltaik oder Windenergie. Schon heute registriert sie, dass ihr Know-how und ihr Netzwerk in diesen Zukunftsthemen wachsen. Und der Tochter des Wackler-Gesellschafters Günter Schwarz ist klar: „Egal, welche Lösung sich durchsetzt, irgendein Logistikaufwand entsteht immer.“ Leonhard Fromm
DU-Firmengruppe ETG, Fetzer, PET, MRG
Turbulentes Krisenjahr überstanden
Holzheimer Entsorgungsspezialist erzielt Gewinn trotz weniger Umsatz.
Für die Firmengruppe „DU: willkommen in der Umwelt“ aus Holzheim, die bei ETG, Fetzer Papierrecycling, PET und Metall-Recycling Göppingen (MRG) 140 Mitarbeiter beschäftigt, war 2009 eine wirtschaftliche Achterbahnfahrt. Da für Wertstoffe weniger bezahlt wurde, sank der Umsatz des regionalen Entsorgers um 13 Prozent auf 24,1 Millionen Euro.
Mit den Börsenkursen schwanken in der Krise auch die Rohstoffmärke extremer, weshalb die Holzheimer „DU:“-Firmengruppe bei der Entsorgung von PET-Flaschen, Metall und Papier weniger verdiente. Trotzdem machte DU in diesen drei Geschäftsfeldern 13,2 Millionen Euro Umsatz. Produzierende Firmen standen zeitweise still und sorgten dafür, dass die ETG nur noch 13 Prozent weniger abtransportieren konnte als in den Vorjahren. Der Umsatz mit privatem und gewerblichem Abfall ging deswegen um 16 Prozent auf 10,9 Millionen Euro zurück. „Auf diesem vergleichsweise niedrigen Niveau wird es weitergehen“, schätzt Geschäftsführerin Beate Strenkert. Insgesamt erwirtschaftete das Familienunternehmen „DU:“ 24,1 Millionen Euro und hielt alle 140 Mitarbeiter.
Eine wichtige Maßnahme für bessere Ergebnisse sieht die „DU:“-Chefin darin, ihre Mitarbeiter intensiver zu schulen und Strukturen im Betrieb zu straffen: Die Lkw-Fahrer beherrschen seit vergangenem Jahr jeden Fahrzeugtyp auf dem Hof, deren Technik und fahren alle Touren. Das flexibilisiert bei Krankheitsausfällen. Als Reaktion auf die Umsatzeinbrüche vermarktet „DU: willkommen in der Umwelt“ seit Dezember bundesweit Streusalz, das auch vor Ort zu kaufen ist. Die Entsorgung von mineralischen Abfällen wie Gips und Straßenkehricht hat das Unternehmen ebenfalls verstärkt; genauso den Verkauf von Schneeschaufeln aus recycelten PET-Schraubverschlüssen und biologischer Bettwäsche.
„Kunden, die uns wegen billigeren Konkurrenzangeboten verlassen haben, sind allesamt nach kurzer Zeit wiedergekommen“, freut sich Strenkert. Die 43-Jährige begründet: „Wir denken mit dem Kopf des Kunden und passen die Leistungen individuell an, damit es für ihn so kostengünstig wird wie möglich.“ Die Kundenstruktur des Unternehmens ist breit gestreut. Von den 2000 Kunden tragen aber zehn Prozent die Hälfte zum Umsatz bei.
Für das laufende Jahr erwartet die DU:-Firmengruppe in der Sparte Müllentsorgung keine Umsatzsteigerung. Stattdessen will die Geschäftsführerin in den Energiemarkt einsteigen. „Denn Wertstoffe wie PET lassen sich nicht nur für T-Shirts wiederverwerten“, sagt Strenkert. „Bei der Entsorgung entsteht Abwärme, die wir zur Energiegewinnung nutzen wollen.“ Welche Art der Energieerzeugung DU: künftig nutzen wird, ist allerdings noch nicht entschieden. Nur eins scheint klar: „Das wird ein innovatives Projekt zur regenerativen Energieerzeugung“, kündigt die Chefin an.
AUS DER SCHULE GEPLAUDERT
Unterricht in der Recyclinganlage
Häckseln, trennen, waschen – für die Wiederverwertung von PET laufen Plastikfalschen durch viele Maschinen in der PET-Anlage in Eislingen der Firmengruppe „DU: willkommen in der Umwelt“. 30 Achtklässler der Uhland-Realschule lernten die PET-Recycling-Anlage am Mittwoch kennen.
Eislingen. „Bisher habe ich immer gedacht, dass PET-Flaschen einfach gewaschen werden, um sie wiederzuverwenden“, sagt die 13-jährige Thu Thanh Huynah. Dass Plastikflaschen aber zu kleinen Flakes zerkleinert werden und viele Male gewaschen werden, war neu für die Achtklässler. Der Betriebsleiter der PET-Anlage in Eislingen, Bernhard Lehle, erklärte den 30 Schülern der Göppinger Uhland-Realschule in einem ruhigen Raum an einer Schautafel zuerst die Maschinen und knapp 20 Abläufe, die zur Aufbereitung von PET-Flaschen benötigt werden. Dann ging es hinunter in die laute Maschinenhalle. Der 14-jährige Milan Lokic war von den verschiedenen Maschinen angetan. „Besonders die Zentrifugen sind faszinierend. Mich interessieren alle mechanischen Abläufe und hier in der Anlage kann ich mal live dabei sein“, erklärt er. Rund um die Uhr stellen Häcksler, Zentrifugen, Sink- und Trennanlage, Waschanlage und vieles mehr aus den PET-Getränkeflaschen kleine Flakes her. Abfallprodukte sind dabei nur Etiketten- und Kleberreste, die ein Viertel der Menge ausmachen. Alles andere findet sich beispielsweise in Parkbänken, T-Shirts, Plastiktüten, neuen Flaschen und Schneeschaufeln wieder. PET, auch Polyethylenterephthalat genannt, wird aus Erdöl gewonnen. „Deswegen finde ich es super, dass hier die Umwelt geschont wird, weil durch das Recyceln ja weniger PET-Flaschen aus Erdöl hergestellt werden müssen“, sagt Achtklässlerin Vanessa Bauer, der die Problematik dieses Rohstoffes bewusst ist. Als es um die verschiedenen Berufe im Betrieb ging, spitzten einige besonders die Ohren, denn Betriebsleiter Bernhard Lehle zeigte den 14-Jährigen einige Möglichkeiten auf: Vom verantwortungsvollen Schichtführer, der technisch bewandert sein muss über die kaufmännischen Kenntnisse in der großen Verwaltung bis zu Verfahrensoptimierer. „Berufe hautnah mitzuerleben ist wichtig für die Jugendlichen, die ansonsten überhaupt keine Vorstellungen von einer Tätigkeit haben“, unterstützt Klassenlehrer Rainer Weitzmann den Firmenbesichtigung.
Schüler erkunden Recyclinganlage für PET-Flaschen
Häckseln, trennen, waschen – für die Wiederverwertung von PET laufen Plastikfalschen durch viele Maschinen in der PET-Anlage in Eislingen der Firmengruppe „DU: willkommen in der Umwelt“. 30 Achtklässler der Uhland-Realschule aus Göppingen lernten die PET-Recycling-Anlage kennen.
Milan Lokic (14) aus Faurndau: „Ich fand die verschiedenen Maschinen sehr interessant, denn jede arbeitet anders. Besonders die Zentrifugen sind faszinierend. Mich interessieren alle mechanischen Abläufe und hier in der Anlage konnte ich mal live dabei sein.“
Christian Fiegert (14) aus Faurndau: „Dass diese große Anlage zum Großteil nur mit Wasser arbeitet und aus ganzen Flaschen kleine Flakes herstellt, hat mich sehr überrascht.“
Sjora Keller (14) aus Faurndau: „Es ist toll, dass die PET-Flaschen so umweltschonend wiederverwertet werden. Die Abläufe sind sehr kompliziert. Schön fand ich auch, dass wir ein Andenken bekommen haben.“
Melissa Trompert (14) aus Faurndau: „Wir konnten jeden einzelnen Schritt mit verfolgen, den die Flaschen bei der Verwertung machen, das hat mir gefallen. Der Betriebsleiter hat das sehr gut erklärt.“
Thu Thanh Huynah (13) aus Göppingen: „Ich habe bisher gedacht, dass die Flaschen einfach am Stück gesäubert werden, ums sie wiederzuverwenden. Dass die zerkleinert werden, war umso interessanter. Nur schade ist, dass die Maschinen in der Halle so laut sind.“
Sophie Gehrmann (14) aus Faurndau: „Die Firma hat mir sehr gut gefallen. Der große Aufwand, der betrieben wird, ums alles zu sortieren und zu säubern, hat mich überrascht.“
Vanessa Bauer (14) aus Bartenbach: „Ich finde es super, dass hier die Umwelt geschont wird, weil durch das Recyceln ja weniger PET-Flaschen aus Erdöl hergestellt werden müssen. Interessant war für mich auch, was es alles für berufliche Perspektiven in den Firmen von DU gibt.“
Firat Arslan leert Hausmülleimer für einen guten Zweck bei der ETG:
Um ihre Schüler besser auf das Berufsleben vorzubereiten, hat die Uhland-Realschule in Göppingen mit drei Firmen aus der Region eine Bildungspartnerschaft geschlossen. Mit der Schwarz-Gruppe, der Heldele GmbH und Stiftung sowie Leonhard Weiss hat Rektorin Anne Schewe renommierte Unternehmen an Bord geholt. Startschuss des Projekts ist am 12. November im Heldele Technologie-Center in Salach.
„Die Schule kann Kulturtechniken wie Lesen, Schreiben und Rechnen vermitteln. Aber um junge Menschen auf Berufe und das Arbeitsleben vorzubereiten, müssen wir zusätzlich Hilfe von außen holen“, umschreibt die Rektorin das Konzept der offenen Schule, das bereits Bildungspartnerschaften mit der örtlichen Arbeiter-Wohlfahrt (AWO) und der Stadtbücherei beinhaltet.
Konkret bedeutet dies, die Klassen acht und neun nehmen in den Fächern Deutsch und EWG (Erdkunde, Wirtschaft und Gemeinschaftskunde) an verschiedenen Aktionen teil, die rund um das Thema Arbeitswelt angedockt sind.
Weil Schüler gerne von Gleichaltrigen lernen, sieht die Partnerschaft vor, dass Auszubildende des Elektronikunternehmens Heldele, der Spedition Wackler, der Entsorgerfirmen von „DU: willkommen in der Umwelt“, die beide zur Schwarz-Gruppe gehören, und des Bauunternehmens Leonhard Weiss ihre Berufe vorstellen. Vom Speditionskaufmann, Gleisbauer, Steinmetz über die Fachkraft für Lagerlogistik bis zum Mechatroniker und IT-Elektroniker präsentieren sie unterschiedlichste Lehrberufe.
Ist daraufhin Interesse für einen bestimmten Job geweckt, können die 220 beteiligten Realschüler ein Schnupper-Praktikum absolvieren. Gerade diesen Punkt hält Rektorin Schewe für wichtig: „Weit weniger als ein Drittel unserer Schüler beginnen nach dem Realschulabschluss eine Ausbildung im dualen System. Die meisten orientieren sich in Richtung weiterführende Schulen.“ Und dass, ohne zu wissen welche Karrierechancen und Verdienste etwa das Baugewerbe oder die Logistikbranche bieten, bemerkt die Schulleiterin.
Ebenfalls bieten die Partnerfirmen Bewerbertrainings in der Uhland-Realschule an. Personalverantwortliche simulieren darin Vorstellungsgespräche und geben den Jugendlichen Feedback zu deren Auftritt und zur Bewerbungsmappe. „Wenn statt Lehrern Firmenvertreter das Rollenspiel übernehmen, hat das auf die 14- bis 17-Jährigen eine ganz andere Wirkung“, erklärt Schewe die Idee des Trainings.
Damit sie den Schülern detailliert Zusammenhänge der Wirtschaft erklären können, sollen sich auch die Lehrer gezielt weiterbilden. Die Bildungspartnerschaft sieht vor, dass sie ebenfalls in die Betriebe hinein schnuppern. Ziel soll sein, die Zusammenarbeit zwischen Schule und Firmen über diesen Austausch zu verstärken und zu etablieren.
Schlussendlich wird das von der IHK Göppingen in Kooperation mit dem Staatlichen Schulamt angestoßene Projekt validiert. Jährlich will die Uhlandschule erheben, wie viele Realschüler eine Ausbildung bei einem der Partnerbetriebe oder in einem der vorgestellten Berufe anstreben. Außerdem werden alle Aktionen von den Schülern, Eltern und Lehrern reflektiert.
Einen Film zum Thema Bildungspartnerschaft können Sie sich hier anschauen.
Quelle: Filstalwelle
Frau Haug (IHK), Frau Schewe (Rektorin Uhland-Realschule), Frau Schwarz (Schwarz-Gruppe), Herr Forstreuter (Firma Heldele), Herr Bucher (Firma L. Weiss)
DU: unterstützt Spielstadt Rainbow-City mit Recyclingkonzept
„He, die Flasche gehört hier aber nicht hinein“, raunzt Lukas einen Jungen an, der lässig, im Vorbeigehen eine leere Sprudelflasche in einen Mülleimer für Küchenreste wirft. Lukas nimmt seinen Job ernst. Er ist einer von sechs Müll-Sheriffs. Und lebt in Rainbow-City. Einer Spielstadt, die dieses Jahr in Ebersbach gastiert und bereits zum 16. Mal für eine Woche ihre Pforten öffnet.
In Rainbow-City können Kinder und Jugendliche in den Sommerferien erleben und lernen wie eine richtige Stadt funktioniert. Eine Stadt mit 370 Einwohnern. 260 Kindern und 110 ehrenamtlichen Helfern. Es gibt hier alles. Bäckerei, Polizei, eine Zeitungsredaktion, Waschstuben, die Feuerwehr sogar eine Großküche und eben die Müllentsorger.
Rund vier Tonnen Speisereste, Papier, Altglas und Kunststoffabfälle häufen sich alleine in einer Spielwoche, in der die City lebt, an. In den ersten Jahren seit 1994 wurde aller Abfall in einen großen Container geschmissen, am Ende des Erlebnisspiels abgeholt und in die Müllverbrennungsanlage gebracht. „Wenig nachhaltig“, dachte sich Beate Strenkert. Die Chefin der DU:-Unternehmensgruppe aus Holzheim ist selbst Abfallexpertin. Ihre Firma, zu der die Betriebe ETG, Papier-Fetzer, Metall-Recycling Göppingen (MRG) und PET-Recycling gehören, kümmert sich im Landkreis um die Abholung des Abfalls aller Privathaushalte.
Und weil sich Beate Strenkert im echten Leben um Mülltrennung kümmert, hat sie Rainbow-City angeboten, ein eigenes Abfall-Konzept zu entwickeln. Was früher sorglos in einem Container gesammelt wurde, landet heute in einem Behälter für organischen Abfall, einer Tonne für Kartonagen, also Pappe, und einem Altglascontainer. Abgeholt werden die vollen Kübel nach Bedarf. Bei der Sommerhitze stark stinkende Küchenreste also täglich, der Rest am Ende der Spielsaison.
Das Aufpassen, dass alle Kids ihren Müll richtig trennen, übernimmt Lukas mit seinen Kollegen. Als Sheriffs informieren sie alle Einwohner darüber wie wichtig Mülltrennung ist. Und, dass Abfallreste eigentlich Rohstoffe sind. „Aus alten Glasflaschen werden neue Dinge hergestellt, zum Beispiel Lampen oder Fensterscheiben“, erzählen die aufgeweckten Jungs jedem, der ihnen in Rainbow-City über den Weg läuft.
„Auf diesem Weg lernen die Kinder spielerisch mit dem Thema Mülltrennung umzugehen“, weiß auch Beate Strenkert. Aber nicht nur das. „Sie lernen auch, dass es sich lohnt, Abfall zu trennen, weil daraus ein Recycling-Kreislauf entsteht“, erklärt die 43-Jährige, die selbst Mutter zweier Kinder ist.
DU:Willkommen in der Umwelt sponsert „no alc“-Flatrateparty
Damit die „no alc“-Flatrateparty von Simone Thiess beim Göppinger Stadtfest vom 11. bis 13. September mit einer Aktionsbühne für junge Rapper dabei sein konnte, sponserte das Entsorgungsunternehmen „DU: Willkommen in der Umwelt“ die Initiative mit Bargeld und Sachleistungen. Hier konnten sich junge Leute über ihre Musik artikulieren und an Gleichaltrige appellieren, Konflikte gewaltfrei und eigene Probleme ohne Alkohol zu lösen.
Dass die Bühne an allen drei Tagen gut besucht war, belegte, dass das Angebot an der Kreuzung Haupt-/Kirchstraße gut gewählt war und die meist professionell und konzentriert vorgetragenen Sprechgesänge ankamen. DU:-Geschäftsführerin Beate Strenkert nutzte die drei Tage auch, ihr Unternehmen, das bis voriges Jahr unter ETG (Entsorgungs- und Transportgesellschaft) firmierte, bekannter zu machen.
So zog ein vier Meter hohes, buntes Indianer-Tipi die Blicke der Passanten auf sich und beim Kinderschminken kamen Kunden und Dienstleister miteinander ins Gespräch. In diesen Dialogen konnte Prokuristen Gabi Schwarz, die auch selbst Indianer und Prinzessinnen schminkte, vermitteln, dass sich das Unternehmen auf die Werbefigur Indianer verständigt habe, weil die nordamerikanischen Ureinwohner das Leben im Einklang mit der Natur symbolisierten.
Als besonderes Highlight hatte der Entsorger, der in Göppingen-Holzheim knapp 100 Mitarbeiter beschäftigt, einen 38 Kubikmeter großen, weiß lackierten Container aufgestellt, den Jugendliche mit Graffities und Sprüchen besprayen konnten. Der gestaltete Container ist künftig kreisweit unterwegs, um Altglasiglus zu entleeren. Für die Schwestern Strenkert und Schwarz war es selbstverständlich, sich an dem Aktionsstand zu engagieren. Zum einen sind beide selbst Mütter und sind bestürzt über Trinkexzesse Jugendlicher, zum anderen hat innerhalb der Schwarz-Gruppe der Nachwuchs große Bedeutung. Davon zeugen mehr als 50 Azubis innerhalb der Firmengruppe und ein aufwändiges Ausbildungskonzept.
Nach „Rainbow City“ in Ebersbach und einem Zeltlager der Kreisfeuerwehr war das Stadtfest erst der dritte Anlass, bei dem das DU:-Tipi zum Einsatz kommt, um den Indianer als Erkennungssymbol für die Marke bekannter zu machen. Beim Göppinger Weinfest wird es ein viertes Mal öffentlich für Wertstoffsammlung und Recycling werben.
DU: organisiert Abfalltransport während der Revision des Müllheizkraftwerks.
Seit Ostern bis Mitte Mai bohren, schrauben und schweißen mehr als 100 Handwerker aus dem ganzen Land im Göppinger Müllheizkraftwerk (MHKW). Der Grund: Das MHKW will in Zukunft bis zu 30 Prozent mehr Strom produzieren. Deshalb investiert E.on Energy from Waste fünf Millionen Euro in eine neue Turbine. Weil zu diesem Zweck das Kraftwerk abgeschaltet ist, kann der Betreiber die Anlage auch Instand setzen. Dafür nimmt er nochmals 2,5 Millionen Euro in die Hand. Für die rund 10.000 Tonnen Abfall, die während der vierwöchigen Revisionszeit nicht verbrannt werden können, bedeutet das, sie kommen in ein Kraftwerk bei Freiburg. Logistikpartner für die Aktion ist die Firmengruppe DU:.
„An Spitzentagen haben wir bis zu 900 Tonnen umgeschlagen“, sagt Bernhard Lehle. Der DU:-Mitarbeiter organisiert die Abfallverteilung im Auftrag des E.on-Kraftwerks. Den Haus- und Gewerbemüll, den DU: im Landkreis Göppingen einsammelt und normalerweise ins MHKW speditiert, landet während der Instandsetzungsarbeiten auf einem Umschlagplatz bei DU:. Weil Lkws, die den Abfall einsammeln nicht für Fahrten auf Autobahnen ausgelegt sind, muss der Inhalt aus den schwarzen Tonnen der Bürger umgeladen werden: Pro Tag in bis zu 25 Sattelschlepper, die sich dann auf den Weg nach Freiburg machen. „Logistisch ist das eine Meisterleistung“, sagt Lehle. Damit es am DU:-Firmensitz in Holzheim keine kilometerlangen Staus gibt, ändern er und sein Team kurzerhand die Verkehrsführung. So, dass die bis zu 40 Tonnen schweren Sattelzüge problemlos an- und abfahren sowie beladen werden können.
Selbst der Zeitplan ist bis ins Letzte getaktet. Schließlich sollen die Wartezeiten der großen Lkws so kurz wie möglich sein. Auch das verringert lange Lastwagenschlangen vor dem DU:-Werkstor. So rollen stündlich maximal vier Schwerlastzüge in den Hof, wo sie parallel ein Bagger und ein Radlader in 20 Minuten mit bis zu 25 Tonnen beladen. Zuvor müssen Bagger und Radlader den Abfall, den bis zu 150 Abfallsammler- und Containerfahrzeuge am Tag in den Hof schütten, allerdings zusammenschieben und aufschichten.
Während in Holzheim Lehle und sein Team 30 Tage lang den Abfall für den Transport wiegen und in Sattelzüge verteilen, arbeiten im MHKW Handwerker teils rund um die Uhr, damit der 40 Tonnen schwere Turbogenerator fristgerecht in Betrieb gehen kann. „Die elektrische Leistung beträgt dann rund 13 Megawatt“, sagt MHKW-Geschäftsführer Ekkehard Orloff. Neben der gesteigerten Stromerzeugung versorgt das Kraftwerk die Klinik am Eichert, das Wohngebiet Bergfeld sowie die benachbarte Bereitschaftspolizei mit Fernwärme. Möglich ist das, weil die Technik der Kraft-Wärme-Kopplung genutzt wird. Neben der Entsorgung des Abfalls aus dem Landkreis Göppingen und dem Schwarzwald-Baar-Kreis verwertet das Kraftwerk gewerbliche Abfälle aus ganz Baden-Württemberg.
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Quelle: Filstalwelle
Die siebte Ausgabe von
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Dezember 2011,
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