Daten richtig vernichten ist Gesetz

DU: Willkommen in der Umwelt hat eine Schredder-Anlage, die Festplatten nach DIN zerkleinert.

„Was hinten rauskommt, ist entscheidend“. Dieses Zitat wird einem Bundeskanzler zugeordnet. Der zu einer Zeit regiert hat, als Floppy-Disketten das Speichermedium Nummer eins in Deutschland waren. Gespeichert werden konnten darauf ein paar Textdokumente. Ein Megabyte (MB) maximal. Eine Spiel-Installation umfasste meist ein dutzend Disketten.

Das ist lange her. Eine 1980-er-Geschichte. Heute sprechen wir beim Speichern von mehreren Giga- oder Terrabytes, die auf einer Festplatte abgelegt werden können. Doch diese Dimension birgt Risiken. Aufwändige Forschungsprojekte sowie sensible Kunden- oder Krankendaten von Hundertausenden passen auf eine einzige Platte.

Zerkleinern nach DIN-Norm

Wer diese verliert oder wem sie gestohlen wird, hat unter Umständen mächtig Ärger. „Vernichtung ist daher neben dem Speichern das wichtigste Element der Datensicherheit“, sagt Tino Busch. Der angehende Betriebswirt muss es wissen. Floppy-Disketten kennt der 1990 Geborene zwar nicht mehr, dafür kennt er sich mit der DIN-Norm 663991 aus. Das ist die Norm zum Vernichten von Daten.

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Und die beschreibt, unterteilt in Schutzklassen und Sicherungsstufen, wie Datenträger so zerkleinert werden, dass nichts mehr lesbar ist. Bei den Sicherungsstufen geht die Skala von eins (mit dem Hammer draufhauen) bis sieben (Granulat im Ergebnis). Die Schutzklassen wiederum beschreiben in drei Stufen um welche Datenqualität es sich handelt. Eins sind etwa Telefon- oder Adresslisten, zwei sind betriebswirtschaftliche Auswertungen wie Bilanzen oder Kontoauszüge. Unter drei fallen Daten zu Zeugenschutzprogrammen oder zu geheimen Forschungsprojekten.

DU: willkommen in der Umwelt hat nun eine Schredder-Anlage angeschafft, die Speichermedien nach Sicherungsstufe vier zerkleinert. Jetzt können Bürger, Firmen, Kommunen und Organisationen ihre Festplatten, CD-ROMs und andere Datenträger beim Holzheimer Entsorger zum Zerstören abgeben.

Die Anlage ist in etwa so groß wie ein Standkopierer in einem Büro. Ein briefkastengroßer Schlitz nimmt die ihm gereichten Platten entgegen. Per Schieber rutschen diese mit Aluminium, Gold, Kupfer und Platin beschichtet unter zwei Walzen. Am Ende dieses Zerkleinerungsprozesses – sprich hinten – kommen dann 1000 mm²-große Schnipsel heraus. „Die sind in etwa 2x5 cm groß“, verdeutlicht Busch.

Diese Schnipsel wiederum füllt DU: in Säcke und fährt sie Richtung Ulm. Dort übernimmt eine Spezialfirma das beschichtete Material entgegen und löst die Wertstoffe mit chemisch-mechanischen Verfahren ab. Hinten raus kommen dann recycelbare Wertstoffe. Datenmissbrauch ist unmöglich.

Abgeben kann bei DU: in Eislingen übrigens jeder seine Festplatten.

Weniger…

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Unsere Experten im Haus sind Tino Busch und Rainer Holz